SRH Berufliche Rehabilitation und SRH Business Academy führen Kurzarbeit ein

20.04.2020

Die Aus- und Weiterbildungsanbieter für Erwachsene haben wegen des Coronavirus auf Online-Unterricht umgestellt. Weil die Neuzuweisungen deutlich zurückgegangen sind, führen die Unternehmen für rund 400 Mitarbeiter Kurzarbeit ein.


Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränken die Arbeit in vielen Unternehmen ein. Um die Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden zu schützen, haben die SRH Berufliche Rehabilitation und die SRH Business Academy den Präsenzunterricht eingestellt und auf virtuelles Lernen umgestellt. Aufgrund der aktuellen Situation werden derzeit rund 900 Teilnehmer der Beruflichen Rehabilitation durch Online-Maßnahmen betreut. Viele von ihnen erarbeiten sich eine neue Perspektive, weil sie ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen können.

Nun gehen die Neuzuweisungen von Bildungskunden durch die Leistungsträger zurück und in einigen Bereichen werden überhaupt keine neuen Teilnehmer mehr zugewiesen und aufgenommen. Deshalb haben beide Unternehmen zum 14. April Kurzarbeit für rund 400 Mitarbeiter eingeführt, nachdem sich der Arbeitgeber mit den Arbeitnehmervertretungen oder einzelvertraglich mit den Mitarbeitern darauf geeinigt hat.

„Die fehlenden Zuweisungen sorgen für einen wirtschaftlichen Verlust, der sich nicht nur aktuell, sondern auch in den nächsten Jahren bemerkbar machen wird. Viele unserer Bildungsmaßnahmen sind langfristig angelegt. Diesen Verlust müssen wir abfedern, um Arbeitsplätze zu sichern“, sagen Susanne Ecsedi, Geschäftsführerin der SRH Business Academy, und Thomas Windolf, Geschäftsführer der SRH Berufliche Rehabilitation GmbH.

Die Kurzarbeit in der SRH Beruflichen Rehabilitation GmbH gilt für alle Betriebsteile an den großen Standorten Heidelberg und Karlsbad sowie in den kleineren Filialen von Friedrichshafen bis Bad Hersfeld. Bei der SRH Business Academy sind alle Betriebsteile an den Standorten Bad Hersfeld, Bensheim, Fulda, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Villingen-Schwenningen betroffen.

„Unsere Mitarbeiter stellen sich dieser Herausforderung. Wie sie sich mit unseren Kunden und Teilnehmern in kürzester Zeit auf die veränderten Bedingungen eingestellt haben, ist herausragend. Ganz im Sinne unserer Vision wollen wir gemeinsam innovativ sein und unseren Kunden Perspektiven eröffnen. Wir werden auch diese schwierige Situation weiterhin gemeinsam bewältigen“, so Ecsedi und Windolf. Dafür greift die Geschäftsführung auch auf weitere staatliche Unterstützung zurück und prüft aktuell zusätzliche Maßnahmen.

Nicht in Kurzarbeit tritt die SRH Pflege auf dem SRH Campus Heidelberg. Sie unterstützt junge Erwachsene mit körperlichen Einschränkungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Für die Einrichtung, die Teil der SRH Beruflichen Rehabilitation ist, gilt ein Besuchsverbot, um die Gesundheit von Bewohnern und Mitarbeitern zu schützen.